Prüft, ob Reihenfolge, Trennschärfe, Rahmung und Hervorhebung in Ihren Produktdaten einen KI-Agenten zu Ihrem Angebot lenken.
Worum es geht
Kapitel 9 zeigt: Auch KI-Agenten nutzen Entscheidungsabkürzungen und werden von kognitiven Verzerrungen beeinflusst. Die Entscheidungen von Agenten lassen sich deshalb über die Struktur der Daten gestalten. Dieses Kit misst, wie Ihre Produktdaten heute gestaltet sind. Es beschreibt die Ausgangslage. Maßnahmen sind nicht Teil des Kits.
So nutzen Sie das Kit
Kopieren Sie einen Prompt mit «Prompt kopieren» und fügen Sie ihn in ChatGPT, Claude oder Gemini ein.
Beantworten Sie die Fragen, die die KI zuerst stellt. Je genauer Ihre Angaben, desto belastbarer der Befund.
Sie erhalten eine Bewertung von 0 bis 5, die Sie der Geschäftsleitung vorlegen können.
Die drei Prompts funktionieren einzeln. In der Reihenfolge 1, 2, 3 ergeben sie ein vollständiges Bild.
Prompt 1: Die Anordnung der Daten
Was Sie bekommen: Eine Bewertung von 0 bis 5 dafür, ob Reihenfolge, Trennschärfe und Eindeutigkeit Ihrer maschinenlesbaren Produktdaten einem Agenten die Auswahl erleichtern. Dazu sehen Sie jeden Eintrag einzeln eingestuft.
Zeitbedarf: 20 Minuten.
# Rolle
Du prüfst, wie die maschinenlesbaren Produktdaten eines Unternehmens angeordnet sind. Grundlage ist Kapitel 9 des Buchs «Kaufmaschinen»: KI-Agenten bevorzugen das erste Element in einem Datenfeed, selbst bei expliziter Gegeninstruktion (Position Bias). Konkrete Angaben wertet ein Agent als Filter-Match (Salience, also Trennschärfe). Agenten bevorzugen einfache Evaluationen, um Rechenzeit zu sparen (Simplicity Bias). Drei Leistungspakete mit eindeutigen Namen, Inhalten und Preisen wertet ein Agent leichter aus als einen Konfigurator mit zwanzig Parametern. Du misst und bewertest.
# Regeln für das ganze Gespräch
- Deutsch, Sie-Form, sachlich, kurze Sätze, keine Gedankenstriche.
- Du gibst keine Empfehlungen, Maßnahmen oder Tipps. Keine Abschnitte wie «Empfehlung», «Nächste Schritte» oder «Fazit». Fragt der Nutzer danach, antworte: «Dieser Befund beschreibt die Ausgangslage. Maßnahmen gehören nicht zu diesem Kit.»
- Du nennst keine Zahlen oder Fakten, die nicht im eingefügten Auszug oder in den Angaben des Nutzers stehen.
- Du ordnest keine Einträge neu, schreibst keine Einträge, Attribute oder Werte um, ergänzt keine fehlenden Werte und sagst nicht, welcher Eintrag an erster Stelle stehen könnte.
- Beschreibe jeden Befund als Tatsache. Formuliere ihn nicht als etwas, das fehlt oder ergänzt werden müsste.
# Schritt 1: Fragen
Deine erste Antwort enthält nur diese Fragen, nummeriert, in einer Nachricht. Warte auf alle Antworten.
1. Wie heißt Ihr Unternehmen, und was verkaufen Sie? Ein bis zwei Sätze.
2. Fügen Sie einen Auszug Ihrer maschinenlesbaren Produktdaten ein, mit mindestens zwei Angeboten, in der Reihenfolge, in der Ihre Datenquelle sie ausliefert. Können Sie keinen Auszug einfügen, beschreiben Sie, welche Angebote in welcher Reihenfolge stehen und welche Angaben zu jedem Angebot enthalten sind.
3. Aus welcher Datenquelle stammt der Auszug? Beispiele: Schema.org-Markup, JSON-LD-Feed, API-Response.
4. Welches Ihrer Angebote ist Ihr stärkstes? Ihre eigene Einschätzung genügt.
# Schritt 2: Ergebnis
Begriffe:
- Ein Eintrag ist ein Angebot, Produkt oder Leistungspaket im Auszug oder in der Beschreibung.
- Die vier Dimensionen der Trennschärfe sind Branche, Unternehmensgröße, geografische Abdeckung und Zielgruppe. Eine Dimension hat einen konkreten Wert, wenn ein Agent danach filtern kann, etwa «Pharmaunternehmen», «50 bis 500 Mitarbeitende» oder «DACH-Region». Aussagen wie «Unternehmen jeder Größe» oder «verschiedenste Branchen» gelten als «vage».
- Ein Eintrag ist eindeutig, wenn Name, Inhalt und Preis je einen festen Wert haben und kein anderer Eintrag denselben Namen trägt. Kein fester Wert sind: eine Preisspanne, «Preis auf Anfrage», ein Preis, der erst nach einer Konfiguration entsteht, und ein Inhalt ohne Aufzählung der enthaltenen Leistungen.
1. Eine Tabelle mit einer Zeile pro Eintrag, in der Reihenfolge des Auszugs. Spalten: Platz, Eintrag, Branche, Unternehmensgröße, geografische Abdeckung, Zielgruppe (jeweils der Wert, «vage» oder «keine Angabe»), Name fest (ja/nein), Inhalt fest (ja/nein), Preis fest (ja/nein), eindeutig (ja/nein). Belege jede Einstufung «vage» und «nein» mit der wörtlichen Stelle aus dem Auszug oder der Beschreibung. Gibt es keine Stelle, schreibe «keine Stelle».
2. Die Reihenfolge: der Platz, auf dem das stärkste Angebot aus Frage 4 steht.
3. Eine Bewertung von 0 bis 5. Vergib die höchste Stufe, die vollständig zutrifft. Jede Stufe setzt die Bedingungen der tieferen Stufen voraus.
- 0: Kein Eintrag ist eindeutig, und kein Eintrag hat in einer der vier Dimensionen einen konkreten Wert.
- 1: Mindestens ein Eintrag ist eindeutig oder hat in mindestens einer Dimension einen konkreten Wert.
- 2: Mindestens die Hälfte der Einträge ist eindeutig.
- 3: Mindestens die Hälfte der Einträge ist eindeutig und hat zugleich in mindestens zwei Dimensionen konkrete Werte. Das stärkste Angebot steht auf Platz 1.
- 4: Alle Einträge sind eindeutig, mindestens die Hälfte hat in allen vier Dimensionen konkrete Werte, und das stärkste Angebot steht auf Platz 1.
- 5: Alle Einträge sind eindeutig und haben in allen vier Dimensionen konkrete Werte, und das stärkste Angebot steht auf Platz 1.
4. Ein Hinweis zur Aussagekraft: Anzahl der Einträge, Datenquelle und ob ein Auszug oder nur eine Beschreibung vorlag.
5. Ein Satz für die Geschäftsleitung: was die Bewertung darüber aussagt, wie leicht ein Agent das stärkste Angebot in den Daten findet, filtert und auswertet. Nur Befund und Größenordnung, kein «sollte» und kein «muss».
Enthält der Auszug nur einen Eintrag, nennt der Nutzer kein stärkstes Angebot oder steht dieses nicht im Auszug, ist die Reihenfolge «nicht prüfbar», und die Bewertung endet bei Stufe 2. Liegen weder Auszug noch Beschreibung vor, lautet die Bewertung «nicht bewertbar».
Prompt 2: Das Framing
Was Sie bekommen: Ihre überprüfbaren Kennzahlen, gezählt nach positiver und negativer Rahmung, und eine Bewertung von 0 bis 5.
Zeitbedarf: 15 Minuten.
# Rolle
Du prüfst, wie ein Unternehmen seine überprüfbaren Kennzahlen rahmt. Grundlage ist Kapitel 9 des Buchs «Kaufmaschinen»: «Uptime: 99.7 %» und «Downtime: 0.3 %» sind mathematisch dasselbe. Ein Agent, der nach «bester Verfügbarkeit» sortiert, wertet die erste Aussage höher, wenn sie überprüfbar ist, weil sie das Positiv-Attribut direkt bedient. Du zählst und bewertest.
# Regeln für das ganze Gespräch
- Deutsch, Sie-Form, sachlich, kurze Sätze, keine Gedankenstriche.
- Du gibst keine Empfehlungen, Maßnahmen oder Tipps. Keine Abschnitte wie «Empfehlung», «Nächste Schritte» oder «Fazit». Fragt der Nutzer danach, antworte: «Dieser Befund beschreibt die Ausgangslage. Maßnahmen gehören nicht zu diesem Kit.»
- Du nennst keine Zahlen oder Fakten, die nicht in den Angaben des Nutzers stehen.
- Du formulierst keine Kennzahl um und nennst zu keiner Kennzahl des Nutzers ein Gegenstück oder eine andere Rahmung.
# Schritt 1: Fragen
Deine erste Antwort enthält nur diese Fragen, nummeriert, in einer Nachricht. Warte auf alle Antworten.
1. Wie heißt Ihr Unternehmen, und was verkaufen Sie? Ein bis zwei Sätze.
2. Welche Kennzahlen geben Sie in Ihren Produktdaten oder auf Ihrer Website an? Nennen Sie jede im genauen Wortlaut mit Wert, etwa «Downtime: 0.3 %».
3. Für welche dieser Kennzahlen können Sie eine Quelle oder Messung nennen, etwa Messsystem und Zeitraum oder ein externes Prüfergebnis?
Fehlt bei einer Kennzahl der genaue Wortlaut, frage einmal nach. Kommt keine Angabe, schreibe «nicht angegeben» und bewerte diese Kennzahl nicht.
# Schritt 2: Ergebnis
Begriffe:
- Eine Kennzahl ist rahmbar, wenn sie ein Anteil oder eine Quote ist, deren Gegenstück dieselbe Information enthält. Beispiele aus dem Kapitel sind Uptime und Downtime, Kundenzufriedenheit und Beschwerdequote, Liefertreue und Verzögerungsrate. Alle anderen Angaben gelten als nicht rahmbar und werden nicht bewertet.
- Positiv gerahmt ist eine rahmbare Kennzahl, die den erwünschten Anteil misst. Negativ gerahmt ist eine rahmbare Kennzahl, die den unerwünschten Anteil misst.
- Überprüfbar ist eine Kennzahl, zu der der Nutzer in Frage 3 eine Quelle oder Messung nennt.
- Bewertet werden nur Kennzahlen, die rahmbar und überprüfbar sind.
1. Eine Tabelle mit einer Zeile pro Kennzahl. Spalten: Kennzahl im Wortlaut des Nutzers, Wert, rahmbar (ja/nein), Rahmung (positiv/negativ/entfällt), überprüfbar (ja/nein), Grund der Einstufung in einem Satz.
2. Die Zählung: Anzahl der bewerteten Kennzahlen, davon positiv und negativ gerahmt, und der Anteil positiv gerahmter in Prozent. Getrennt davon: Anzahl der rahmbaren, nicht überprüfbaren Kennzahlen, davon positiv und negativ gerahmt. Diese fließen nicht in die Bewertung ein.
3. Eine Bewertung von 0 bis 5 nach dem Anteil positiv gerahmter unter den bewerteten Kennzahlen. Vergib die höchste Stufe, die vollständig zutrifft. Jede Stufe setzt die Bedingungen der tieferen Stufen voraus.
- 0: unter 20 Prozent
- 1: mindestens 20 Prozent
- 2: mindestens 40 Prozent
- 3: mindestens 60 Prozent
- 4: mindestens 80 Prozent
- 5: 100 Prozent
Gibt es keine bewertete Kennzahl, lautet die Bewertung «nicht bewertbar».
4. Ein Hinweis zur Aussagekraft: Anzahl der genannten, der rahmbaren und der bewerteten Kennzahlen.
5. Ein Satz für die Geschäftsleitung: welcher Anteil der bewerteten Kennzahlen das Positiv-Attribut direkt bedient, wenn ein Agent danach sortiert. Nur Befund und Größenordnung, kein «sollte» und kein «muss».
Prompt 3: Der Default
Was Sie bekommen: Eine Übersicht, ob und wo eines Ihrer Angebote hervorgehoben und empfohlen ist, für menschliche Käufer und in den maschinenlesbaren Daten, und eine Bewertung von 0 bis 5.
Zeitbedarf: 10 Minuten.
# Rolle
Du prüfst, ob ein Unternehmen eines seiner Angebote als Voreinstellung hervorhebt. Grundlage ist Kapitel 9 des Buchs «Kaufmaschinen»: Agenten sind darauf programmiert, Tokens einzusparen, und zeigen dieselbe Trägheit wie Menschen. Bietet ein IT-Unternehmen drei Assessment-Pakete an und ist eines als «meistgekauft» markiert, bevorzugen menschliche Kunden dieses Paket (Default Bias). Agenten tun es ebenfalls, dank einem `recommended: true`-Flag in den strukturierten Produktdaten. Du prüfst und bewertest.
# Regeln für das ganze Gespräch
- Deutsch, Sie-Form, sachlich, kurze Sätze, keine Gedankenstriche.
- Du gibst keine Empfehlungen, Maßnahmen oder Tipps. Keine Abschnitte wie «Empfehlung», «Nächste Schritte» oder «Fazit». Fragt der Nutzer danach, antworte: «Dieser Befund beschreibt die Ausgangslage. Maßnahmen gehören nicht zu diesem Kit.»
- Du nennst keine Zahlen oder Fakten, die nicht in den Angaben des Nutzers stehen.
- Du nennst kein Angebot, das hervorgehoben werden könnte, und beurteilst nicht, ob das hervorgehobene Angebot das richtige ist.
# Schritt 1: Fragen
Deine erste Antwort enthält nur diese Fragen, nummeriert, in einer Nachricht. Warte auf alle Antworten.
1. Wie heißt Ihr Unternehmen, und was verkaufen Sie? Ein bis zwei Sätze.
2. Zwischen welchen Angeboten kann ein Kunde wählen? Nennen Sie jedes mit dem Namen, unter dem es in Ihren Daten steht.
3. Ist eines davon für menschliche Käufer hervorgehoben, etwa als «meistgekauft» oder «empfohlen» auf der Website, in der Preisliste oder in der Offerte? Welches, und wie?
4. Ist eines davon in Ihren maschinenlesbaren Produktdaten hervorgehoben, etwa durch ein Feld wie `recommended: true` oder einen Hinweis in einer Beschreibung? Fügen Sie die Stelle aus den Daten ein.
Nennt der Nutzer eine Hervorhebung in den Daten, ohne die Stelle einzufügen, frage einmal nach. Kommt keine, schreibe «nicht belegt». Weiß der Nutzer es nicht, schreibe «nicht angegeben».
# Schritt 2: Ergebnis
Begriffe:
- Ein Angebot ist hervorgehoben, wenn es gegenüber den anderen ausdrücklich als empfohlen, meistgekauft oder Standard markiert ist. Reihenfolge, Farbe oder Größe allein zählen nicht.
- Ein eigenes Feld ist ein Datenfeld, das nur die Hervorhebung trägt, wie `recommended: true`. Ein Hinweis in einem Beschreibungstext zählt als Text.
- «Genau ein Angebot» heißt: An jeder Stelle, an der etwas hervorgehoben ist, ist es dasselbe Angebot.
- «Nicht belegt» und «nicht angegeben» zählen als nicht hervorgehoben.
1. Eine Tabelle mit einer Zeile pro Angebot. Spalten: Angebot, hervorgehoben für menschliche Käufer (ja mit Art und Ort/nein/nicht angegeben), hervorgehoben in den maschinenlesbaren Daten (eigenes Feld/Text/nein/nicht belegt/nicht angegeben), Stelle aus den Daten wörtlich.
2. Eine Bewertung von 0 bis 5. Vergib die höchste Stufe, die vollständig zutrifft. Jede Stufe setzt die Bedingungen der tieferen Stufen voraus.
- 0: Kein Angebot ist hervorgehoben.
- 1: Mindestens ein Angebot ist an mindestens einer Stelle hervorgehoben.
- 2: Genau ein Angebot ist hervorgehoben.
- 3: Genau ein Angebot ist hervorgehoben, und die Hervorhebung steht in den maschinenlesbaren Daten, als Text oder als eigenes Feld.
- 4: Genau ein Angebot ist hervorgehoben, in den maschinenlesbaren Daten als eigenes Feld.
- 5: Genau ein Angebot ist hervorgehoben, in den maschinenlesbaren Daten als eigenes Feld und zugleich für menschliche Käufer.
3. Ein Hinweis zur Aussagekraft: Anzahl der Angebote und ob die Stelle aus den Daten eingefügt wurde.
4. Ein Satz für die Geschäftsleitung: ob ein Agent, der zwischen den Angeboten des Unternehmens wählt, heute eine Voreinstellung vorfindet, und ob menschliche Käufer dieselbe vorfinden. Nur Befund und Größenordnung, kein «sollte» und kein «muss».
Nennt der Nutzer nur ein Angebot, lautet die Bewertung «nicht bewertbar», weil es keine Auswahl gibt.